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Die Orte des Internets

Tour „Orte des Internets” am Dienstag, den 2. September 2014, 10 bis 18 Uhr

internetDas Internet™ umgibt uns fast überall. Es gilt als das neue Medium schlechthin, mit dem sich viele tradierte kulturelle Praktiken radikal verändern. Die Allgegenwart des Netzes wird in einer Großstadt wie Berlin vor allem dann bewusst, wenn der Rundumzugang via Smartphone, Notebook oder Tablet mal wieder nicht funktioniert. Viele technische Ursachen kommen dann in Frage. Der WLAN-Router in der Nähe könnte zum Beispiel defekt sein. Möglicherweise ist der Funkmast überlastet. Oder vielleicht ist doch schon beim Provider etwas ausgefallen. Manchmal liegt es gar daran, dass irgendwer bei Straßenbauarbeiten ein Datenkabel zerlegt hat. Das Netz hat viele mögliche Schwachstellen, aber ist dennoch sehr robust. Wo es genau ist, wie es funktioniert und wer dafür zuständig ist, sind Fragen, denen wir während der Tour „Orte des Internets” auf der Spur sind. Wir besuchen mit Ihnen einige Orte und Menschen in Berlin, die die technische Infrastruktur des Netzes auf unterschiedliche und maßgebliche Weise mitgestalten.

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Call for Participation: HyperKult XXIII

Bring your own …

17.-19. Juli 2014
Lüneburg

Centre for Digital Cultures
Medien- und Informationszentrum und
Institut für Kultur und Ästhetik digitaler Medien der
Leuphana Universität Lüneburg

Fachgruppe „Computer als Medium“ im
Fachbereich „Informatik und Gesellschaft“ der
Gesellschaft für Informatik e. V.

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Open Data – Closed Data – Leaked Data

Öffentliches Symposium des GI-Fachbereichs »Informatik und Gesellschaft« am 27.+28. September 2013

Die Tagungsmitschnitte sind jetzt zum Download verfügbar.

Einladung

Informatiksysteme sind keine rein technischen, sie müssen in ihren gesellschaftlichen Kontexten geplant, entworfen und konstruiert werden. Dies gilt in besonderer Weise für ihre (beabsichtigt und unbeabsichtigt) anfallenden Daten.
Der GI-Fachbereich »Informatik und Gesellschaft« lädt Sie am 27. und 28. September zu einem zweitägigen Symposium ein, um über gesellschaftliche Dimensionen von digitalen Daten zu sprechen. Veranstaltungsort ist das Forschungszentrum »Kultur und Informatik« der HTW Berlin.

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HyperKult XXII

Standards, Normen, Protokolle

4.-6. Juli 2013
Centre for Digital Cultures
Medien- und Informationszentrum und
Institut für Kultur und Ästhetik digitaler Medien der
Leuphana Universität Lüneburg

„Alte Post“ in der Sülztorstr. 21-25
ST.302
21335 Lüneburg

www.leuphana.de/hyperkult

veranstaltet von der
Gesellschaft für Informatik e. V. (GI), FG „Computer als Medium“
FB Informatik und Gesellschaft

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Verantwortung übernehmen

Mitten in der Turing-Galaxis

Symposion des Fachbereichs »Informatik und Gesellschaft« der GI

02.11.2012 – 03.11.2012
Malzfabrik Berlin
Bessemerstraße 2-14
Berlin-Südkreuz

URL: http://turing-galaxis.de/verantwortung/

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HyperKult XXI: Digital Nativity

Die diesjährige »HyperKult« mit dem Thema »Digital Nativity – die Normalität des Digitalen« findet 12.-14. Juli 2012 statt.

Programm

Ein wesentlicher Teil der Theorie digitaler Medien fußt auf der Unterstellung einer zäsurierenden Funktion eines Vorher-Nachher seit Einführung programmierter Informationstechnik. Schon aus biologischen Gründen können sich die Digital Natives auf diesen Standpunkt nicht mehr stellen. Das Normale ist das Digitale. Kompakte Digitalkameras stehen für den fotografischen Alltag, alles andere, etwa Spiegelreflexkameras, sind das Besondere. Das Digitale nötigt niemandem mehr Erstaunen ab.

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Thesen und Aufgaben des Arbeitskreises

Thesen

Technische Durchsetzbarkeit von Rechten

Das Internet übernimmt nicht nur die Rolle des Kommunikationsmediums, sondern ist zugleich Rundfunk, Fernsehen und Plattform für politische und religiöse Meinungsbildung. Es bietet zudem eine umfassende Möglichkeit des Zugangs zu verschiedenen Werken. Gleichzeitig werden die Techniken des Internets immer weiter entwickelt — angefangen bei P2P-Plattformen über soziale Netzwerke hin zu ausgefeilten Techniken der Paketbehandlung. Diese Techniken führen zu einem Kontrollverlust der betroffenen Gruppen über ihre Rechte, was wiederum dazu führt, dass diese im Netz faktisch nicht mehr durchsetzbar sind und im Kern ausgehöhlt werden. Dazu gehören beispielsweise der Datenschutz oder das Urheberrecht.

Rechtliche Durchsetzbarkeit von Rechten

Aus der vorherigen These folgt, dass eine Evaluierung bestehender Rechtsnormen unter dem Gesichtspunkt der Technikfolgen in Zusammenarbeit der verschiedenen Expertengruppen erfolgen muss.

Strukturen im Internet

Im Internet vollzieht sich derzeit der historische Prozess, der als »Segmentierung« beschrieben werden kann. Jeder schafft seinen eigenen »Content-Turm«. Gleichzeitig wird die Trennung zwischen Infrastruktur- und Inhalteanbieter immer mehr verwischt. Machtverhältnisse verschieben sich.

Privat/öffentlich

Vor dem Hintergrund der Entwicklung des Internets und seiner Nutzung durch Menschen und private und öffentliche Institutionen ist offenkundig, dass eine Datenschutztheorie nicht mehr auf den Kategorien privat/öffentlich, wie sie im 19. Jahrhundert entwickelt wurde, basieren kann. Stattdessen muss eine solche Datenschutztheorie auf der Annahme basieren, dass die betreffenden Informationen bereits breit verfügbar sind, die Menschen, Gruppen und gesellschaftlichen Institutionen dennoch geschützt werden müssen.

Die Kommunikative Wende des Internets

Hypertext und WWW wurden entworfen, um Informationen aufzubereiten und (auch, aber nicht immer: kostenfrei) zugänglich zu machen. Doch nicht der Zugriff auf den externalisierten Wissensspeicher (»Memex«) bestimmt den Charakter des heutigen Internets, sondern vielmehr die Kommunikation der Nutzer untereinander, die ganz und gar nicht »vornehm schweigen«.

Die neue Schriftlichkeit

Der Zwang des Menschen zur Mustererkennung lässt ihn eine Linie vom Buch über die Schallplatte zum 35-mm-Film ziehen, die er ins digitale Zeitalter hin zu Multi-Media-Dateien verlängert. Tatsächlich wird im Internet wieder vermehrt schriftlich kommuniziert, daran ändern auch Youtube und World-of-Warcraft nichts. Suchanfragen, Video- oder Bildbeschreibungen und nicht zuletzt die Nutzer von E-Mails, Blogs und Twitter verwenden in erster Linie Text. Auch Bilddatenbanken wie Facebook laden zur schriftlichen Kommunikation ein.

Aus den oben genannten ergeben sich für den Arbeitskreis konkrete Aufgaben:

  • Technik beeinflusst die Fragen von Offenheit und Kontrollverlust. Die Aufgabe der Fachgruppe liegt darin, dies aufzuzeigen, zu diskutieren und Empfehlungen herauszugeben.
  • Die Fachgruppe soll Akteure, Strukturen, Machtverhältnisse und Mechanismen im Internet aufzeigen.
  • Auflösung der Begriffe Sichtbarkeit/ (geistiges) Eigentum/Verfügbarkeit. Die Fachgruppe soll technische Probleme aufzeigen, die mit diesen Begriffen verbunden sind.
  • Aufzeigen der Emotionen, die mit Informationen einhergehen. Auflösung der Begriffe »Multimedia« und »digital«. Die Fachgruppe soll die Auswirkungen auf rechtliche Situation darstellen.

AK Internet und Gesellschaft

Das Internet ist nicht länger nur eine technische Plattform, sondern entwickelt sich zu einem integralen Bestandteil des Lebens vieler Menschen, denn gesellschaftliche Veränderungen finden maßgeblich im und mit dem Internet statt. (Antrag zur Einsetzung einer Enquete-Kommission im Bundestag, Februar 2010).

Ziel des Arbeitskreises ist es, die technischen Entwicklungen des Internets und verwandter Netze auf ihre gesellschaftlichen, d. h. politischen, sozialen und kulturellen Auswirkungen hin zu untersuchen. Als Ausgangspunkt kann eine kritische Bestandsaufnahme der Ergebnisse verschiedener Diskurse dienen wie sie in vielen wissenschaftlichen Veröffentlichungen, aber auch seitens der Politik von in der D21-Initiative oder der Bundestags-Enquete-Kommission »Internet und digitale Gesellschaft« vorgelegt werden.

In rascher Folge ist aus dem ARPA-Net — einem Forschungsnetz mit militärischem Hintergrund — ein wichtiges kommerzielles und kulturelles Artefakt geworden, welches grenzüberschreitend die alltäglichen Handlungen von Menschen in nahezu allen Bereichen verändert und zunehmend bestimmt. Die Öffnung des Internets für kommerzielle Dienste Mitte der Neunziger Jahre hat dabei seine Einsatzfelder sprunghaft erweitert und eine Basis neuartiger digitaler Medien geschaffen, die auch alle bisherigen Informations- und Kommunikationsmedien tiefgehend verändert.

Mit der Ausweitung der Übertragungstechnik auf funkvernetzte mobile Geräte entsteht nicht nur eine allseits und jederzeit verfügbare Zugangstechnik, sondern es entstehen auch Möglichkeiten vielfältiger Internetnutzung für einen großen Teil der Weltbevölkerung, die bislang keinen Zugang zum Internet über leitungsvernetzte Rechner hatte.

Solche Prozesse, die im Einzelnen genauer zu analysieren sind, haben eine Fülle gesellschaftlicher Veränderungen angestoßen. Viele Folgen dieser umwälzenden technischen Entwicklungen sind originäre Themen des Fachbereiches »Informatik und Gesellschaft«, die typischerweise in Kooperation mit anderen GI-Gliederungen zu bearbeiten wären. Das reicht von

  • Änderungsprozessen in der Arbeitswelt (Wissenschaft, Bildung, Büro und Produktion) über
  • Wandlungen der Medientechnik und des Medieneinsatzes in Kommunikation, Information und Unterhaltung (Internetfernsehen, Internetradio, Digitaler Journalismus, Blogs, YouTube, Flickr, Wikipedia, iTunes usw.),
  • die kommerzielle Nutzung (z.B. internetgestützter Versandhandel, wie Amazon, eBay und viele andere), Netzausbau, Breitbandversorgung, die Rolle global agierender Internetfirmen, Netzneutralität,
  • über eine Fülle rechtlicher und regulativer Aspekte (mit Folgen für das Grundrecht der informationellen Selbstbestimmung, rechtliche und technische Voraussetzungen für Datenschutz und Datensicherheit, Jugendschutz oder etwa des Immaterialgüterrechts)
  • bis zur Veränderung der Parteien und anderer politischer Organisationen (Organisations- und Aktionsformen, Parteineugründungen u.a.)
  • und zu veränderten Umgangsformen im Alltag (Social Web u.a.).

Neben den vom Internet induzierten Veränderungen wird die rapide Weiterentwicklung der Technik selbst thematisch fokussiert. Dazu gehören insbesondere Veränderungen, die den Umgang mit den enorm gewachsenen und wachsenden Informationsbeständen im Netz betreffen.

Webtechniken, die den Zugang zu solchen Informationen erleichtern oder solche, die die Bestände sichten und sichern ebenso wie die Veränderungen der Netzinfrastruktur, Zugangsgeräte sowie die Weiterentwicklung und Definition offener Standards, Normen und freier Software sind notwendigerweise zu untersuchende Themen des AK.